Unser Mitglieder-System

 

​Gute Lebensmittel haben ihren Preis - aber vor allem einen Wert! Die Produktionskosten in der ökologischen Landwirtschaft sind schlicht und ergreifend höher als jene in der konventionellen. Es muss betont werden, dass wir Bio-Lebensmittel nicht einfach günstiger machen möchten - wir drücken Erzeuger und Erzeugerinnen natürlich nicht im Preis! Nach dem Vorbild der solidarischen Landwirtschaft wollen wir lediglich anders wirtschaften: wir finanzieren uns in erster Linie nicht über Gewinne, sondern über das Mitgliedersystem.




Das Mitgliedersystem basiert auf den folgenden drei Säulen:


Mitgliederbeiträge

Mit den monatlichen Mitgliederbeiträgen finanziert ihr die Strukturen, die S'LÄDLE ermöglichen (faire Gehälter, Mietkosten, Infrastruktur, usw.). Dafür benötigen wir eine gewisse Zahl an Mitgliedern, denn die (verhältnismäßig) gleichbleibenden Betriebskosten verteilen sich auf die Mitglieder.

​Die Idee hierbei ist, dass die Betriebskosten größtenteils durch die Mitgliederbeiträge gedeckt werden und wir gewinnunabhängig wirtschaften können. So bekommen wir die Waren quasi vom Preis entkoppelt. Das ist auch das Solidarische daran: Ihr leistet euren Beitrag unabhängig davon ob ihr direkt etwas dafür bekommt. Die Gegenleistung ist eigentlich nicht, dass ihr günstiger einkaufen könnt, sondern S'LÄDLE selbst! Denn ihr zahlt den monatlichen Mitgliederbeitrag auch für alle Anderen. Ihr sichert nicht nur euch den Zugang zu guten Lebensmitteln und fairen Preisen, sondern der ganzen Gruppe!


Optional: Warenvorauszahlung

Mittels einer monatlichen Warenvorauszahlung sichert ihr die Liquidität des Ladens und gebt uns Planungssicherheit. Das heißt, wir wissen zum Einen wie viel die Mitglieder im Monat ausgeben möchten, zum Anderen werden die Waren gemeinsam vorfinanziert und wir haben jeden Monat die benötigten Mittel, um Waren kaufen zu können.

Die Idee hierbei ist ganz einfach, dass wir keine Kredite aufnehmen müssen, um unsere Waren zu finanzieren. Kredite, die wieder zurück gezahlt werden müssen und wirtschaftlichen Druck auf uns ausüben. Folglich müssten wir immer auf Gewinne hinarbeiten. Stattdessen finanzieren wir die Waren gemeinsam vor und sind keinem Kreditinstitut oder Geldgeber sondern nur der Gemeinschaft verpflichtet! Außerdem wissen wir dadurch wie viel Ware ungefähr benötigt wird und müssen somit weniger wegwerfen.

Da die Verbindlichkeit, die durch die Warenvorauszahlung entsteht, doch sehr hoch ist, haben wir beschlossen, dass sie auf freiwilliger Basis geleistet werden kann, ihr aber auch ohne eure Warenvorauszahlung als Mitglieder willkommen seid.


Preisaufschläge

Die günstigeren Mitgliederpreise sind das Ergebnis der ersten beiden Säulen. Gewinnunabhängig heißt für uns, dass wir nicht auf eine dauerhafte Gewinnmaximierung hinarbeiten; im Gegenteil: wir arbeiten auf eine dauerhafte Kostendeckung hin. Oder anders ausgedrückt, wir finanzieren uns nicht über Gewinne! Das heißt, wir müssen keine hohen Gewinne erwirtschaften, um im nächsten Monat wirtschaften zu können. Die deutlich geringeren Aufschläge - welche die Mitglieder zahlen - als auch die handelsüblichen Preise für Nicht-Mitglieder generieren natürlich auch Gewinne. Diese stellen eine weitere wichtige Säule unseres Systems dar und geben uns Handlungsspielraum. Zum Einen gleichen sie den Schwund aus - zum Anderen müssen die Betriebskosten so nicht alleine durch die Mitgliederbeiträge gedeckt werden. Unser Ziel ist es, ab 300 Mitgliedern nur 20% auf Trockenware und 30% auf Obst und Gemüse aufzuschlagen. Bis dahin schlagen wir 30% auf Trockenware und 40% auf Obst und Gemüse auf. Das heißt, ihr zahlt Fast-Einkaufspreise! Handelsüblich werden in Bioläden bei Trockenware 50% und bei Obst und Gemüse 100% auf den Einkaufspreis aufgeschlagen. Da unser Mitgliedersystem jedoch einen Großteil der Betriebskosten deckt und jeden Monat aufs Neue die Mittel generiert, um Waren zu kaufen, sind wir nicht auf die volle Handelsspanne angewiesen.